Smålandsfahrwasser - 2026

Veröffentlicht am 26. Mai 2026 um 22:41

 1. Tag - Samstag 23.05.2026 - von Augustenborg nach Bagenkop

Das Wetter ist wie angekündigt sonnig und warm. Auch der Wind sollte heute mit max. Bft 3 kein Thema sein. Nach entspanntem Frühstück soll es losgehen. Als erstes kann der Motor nicht gestartet werden - keine Spannung für Zündung und Startenmotor. Erstmal Rücksprache mit dem Werftmeistrer - beim Probelauf war wohl alles ok aber man hätte den Hauptschalter ausgeschaltet.... Nun erstmal gucken was alles an der Notschaltung für die Verbindung Verbraucher- zur Starterbatterie geschaltet wurde. Spannung liegt an, Motor startet - also nichts wie los in den Sommerulaub 2026.

Bei viel Sonne und wenig Wind laufen aus dem Augustenborg Fjord in den Als Sund und weiter nach Sonderburg. An der Zahl der nordwärts laufenden Boote erkennt man das Pfingstwochenende. Zum Glück passieren wir die Brücke in Sonderburg ohne Wartezeit und laufen in die Flensburger Außenförde Richtung Kegnaes und dann mit direktem Kurs auf Bagenkop. Das sind dann doch ca. 27 sm und erst nach fast 6 Stunden kommt Bagenkop auf auf Langeland in Sicht. Wir sind zunächst froh, dieses Ziel erreicht zu haben, denn die Kette an AIS-Signalen, die sich Richtung des bekannten Hot Spots Marstal zieht, ist schon beachtlich.

Nach ruhiger Passage erreichen wir dann Bagenkop. Schon bei der Einfahrt in den gut geschützen, ehemaligen Fährhafen wird klar - das wird spannend ! Es ist richtig voll ! Erste Päckchen in den Boxengassen. Wir laufen nacheinander in alle Gassen ein. Erster Versuch eine freie Box mit 2,4 m Bezeichnung scheitert dann an unserer 3,05 m Breite. Dann der Hinweis, zwei Reihen weiter wäre noch was frei mit 2,9 m. Tatsächlich, die allerletzte freie Box. Und 2,9 m passt dann auch ! Hafenkino vom feinsten !!!

Zum Glück sind wir untergekommen - aber größere Geschwaderfahrten aus Deutrschland und der Pfingstbetrieb machen den ganzen Hafen zu einer Art Volksfest mit tausenden deutschen Besatzungen und hundert Grills... muss man mögen aber obgleich des Datums und des guten Wetters keine Überaschung. Ansonsten ein netter Hafen mit aktiver Fischerei und Werftbetrieb. Zwar nett aber mogen wollen wir weiter in der Hoffung auf einen ruhigeren Hafen.

Heute 6,8 Motorstunden und 35 sm.

 

 2. Tag - Sonntag 24.05.2026 - von Bagenkop nach Kragenaes

Frühes Aufstehen hilft nicht. Um 07:00 Uhr gibt es erwartungsgemäss Schlange an den Duschen. Wirklich nicht unsere Welt. Also Katzenwäsche an Bord, Hunderunde zum Brugsen und Frühstück mit frischem dänischen Weißbrot. Doch noch ein Highlight.

Auslaufen mit rücksichtlosen Skippern wieder ein Negativ-Highlight dann raus auf die Ostsee. Alle laufen Richtung Deutschland, nur wir nicht. Draussen ist NW-Wind mit Bft 4 und dis zur Südspitze von Langeland sorgt die Welle von der Seite für Bewegung im Boot. Nach 20 min wird es ruhiger, keine Wellen und keine Segler mehr. Der Wind lässt etwas nach und wir queren kurz nach der Südspitze Langelands das Fahrwasser des Großen Belts. Dann geht es bei Sonne und weiter nachlassendem Wind entlang der Küste Lollands Richtung Norden und dann entlang der 5m-Linie um die Nord-West-Ecke Lollands. Für die Anssteuerung auf Kragenaes entscheiden wir uns für den Raago Sund mit 3 m Wasser. Mit guten Karten im Plotter und Aufmerksamkeit kein Problem.

Bei allerbestem, sonnigem und warmem Pfingstwetter erreichen wir den Hafen vom Kragenaes über eine gut betonnte Rinne. Es gibt trotz einiger Pfingstbesucher noch reichlich Platz und wir finden eine Box westlich des Bollwerks in der Mitte des Hafens. Eine Box mit Rasen am Bug. Sehr nett und vor allem ruhig und entspannt.

An der Marina ist auch noch ein Campingplatz mit dem die Sanitäranlagen geteilt werden. Alles sehr nett, sauber und ruhig. 

Nur ca. 1 km von der Marina sind die sogenannten Dodekalitten zu bestaunen. Eine kreisförmmige Sammlung von überlebensgrossen Steinskulpturen  der Neuzeit inkl. Computer-Tonuntermalung. Auf jeden Fall ein schöner Spaziergang mit schöner Aussicht auf die Inselwelt des Smaalandfahrwassers.

Heute 5,8 Motorstunden und 25 sm. 

 

3. Tag - Montag 25.Mai 5. 2026 - Kragenaes nach Dybvig / Fejö

Auch am Pfingstmontag lacht die Sonne vom blauen Himmel. Im Hafen herrscht entspannte Aufbruchstimmung nach dem Wochenende. Als letzte Gäste machen wir uns gegen 11:00 auf den Weg, um nach Fejö zu verholen. Die Idee ist, dass auch dort zum Ende des Pfingstwochenendes Ruhe einkehrt.  Die Überfahrt bedarf durchaus eines Blickes in die Seekaarte, ist dann aber unkompliziert und dauert etwas weniger als eine Stunde. 

Durch eine schmale betonnte Rinne mit etwa 2,5 m Tiefe erreichen wir den kleinen Inselhafen. Gäste ligen hier längsseits im inneren Hafen und an den äußeren Holzmolen. Wie erhofft ist der Hafen bis auf die Dauelieger außen in den Boxen leer. Wir suchen uns einen Platz längsseits rechts neben dem Hafenbecken. Gute Sicht ins Grüne und auf die flache Bucht neben dem Hafen. Wasser, Strom und Sanitärblock alles direkt nebenan und nur für uns. Herrliche Ruhe ! 

Der kleine Inselhafen Dybvig liegt wirklich malerisch und jetzt im Frühlung mit all den blühenden Bäumen und Sträuchern ist es wirklich schön. Das Hafencafe hat noch nicht geöffnet. Auf dem Spaziergang in den Ort Österby ist alles eher ausgestorben. Da es Pfingstmontag ist, hat auch der Kaufmann im Dorf schon geschlossen. Kurzer Besuch bei der alten Mühle und dann durch die blühende Lanschaft zurück zum Hafen. Hier ist wirklich nicht viel los, aber so ein ruhiger Ort ist auch mal sehr entspannend.  Bei Bedarf und nach telefonischer Anmeldung könnte man hier auch tanken - es gibt sogat GTL, allerdings zu einem ordentlichen Preis. Wir wollen zwar auch am liebsten nur mit GTL auftoppen aber wir warten doch noch mit bunkern. 

Die Bordküche spuckt heute dann noch Backfisch mit Reis aus und wir geniessen im Anschluss das geniale Sonnenwetter und die Natur.

Heute 0,9 Motorstunden und 4,5 sm.

 

 

4. Tag - Dienstag 26.05.2026 - von Dybvig / Fejö nach Nyköbing / Falster

Bei immernoch bestem Sonnenwetter und schwachem Wind aus NW verlassen wir Fejö mit Ziel Nyköbing. Östlich von Fejö ist eine recht schmale Rinne, nur mit Untiefentonnen markiert, zu passieren. Dann Kurs auf die nächste Passage und dann weiter zur ersten Tonne des Fahrwassers in den Guldborgsund. Wie tags zuvor wird klar, dass es etwas Vorbereitung mit der Seekarte braucht, aber dann ist es unkompliziert und bei dem guten Wetter auch wirklich schön hier durch das Smaalandsfahrwasser zu fahren.

Kurz vor der Einfahrt in den Guldborgsund zieht östlich ein plötzlich aufgekommenes Gewitter vorbei. Die Sonne kommt schnell wieder raus aber der Wind frischt deutlich auf. Wir merken die aufkommenden Wellen nur kurz bevor wir in den Sund einlaufen und die Guldborg-Brücke passieren. (4 m Durchfahrtshöhe genügen für uns...) Der gut betonnte Sund schlängelt  sich Richtung Süden. Nach kurzer, entspannter Fahrt kommt dann auch Nyköbing in Sicht. Wir laufen in den Nordhafen beim Boatclub Guldborgsund ein. Da der Wind inzwischen recht frisch bläst, wollen wir nicht an den Gästeplätzen außen an der Mole festmachen, sondern laufen in den Hafen ein. Auch hier sind reichlich freie Boxen zu finden. Als wir in unserer Box auf der Innenseite der Außenmole einlaufen hat der Wind deutlch nachgelegt und beim Festmachen muss der Motor immer mal unterstützen. Mit freundlicher Hilfe von Land sind wir schnell sicher fest und können den Ausblick auf den Guldborg Sund geniessen.

Die Lage am Sund und die Nähe zur Innenstand sind top. Einzig die moderne bis 6-stöckige Wohnbebauung direkt an der Marina ist Geschmackssache. Für unsere Bordhündin sind dadurch auch die Grünflächen stark limitiert. Aber auch das findet sich.

Wir genissen dann den windigen aber sonnigen Abend mit frisch Gekochtem aus der Bordküche (Paprika, Tomaten und Rindfleich mit Nudeln) und Sonnenuntergang über dem Guldbog Sund aus der ersten Reihe.

Heute 3,4  Motorstunden 20 sm.

 

5. Tag - Mittwoch 27.05.2026 - Hafentag Nyköbing

Nachts hören wir den NW-Wind deulich und auch das Plätschern am Boot. Dennoch schläft die Besatzung aus und nach Frühstück mit viel Sonne machen wir uns auf den kurzen Weg in die Innenstadt. Es gibt viele schöne alte Häuser und eine belebte Innenstadt mit vielen Läden und Restaurants in alten schön erhaltenen Gebäuden. Der Wind ist angenehm kühl und der ausgiebige Spaziergang bei blauem Himmel ist schön für Mensch und Bordhund.

In direkter Nähe zum Yachthafen gibt es Annes Fisk - ein Fischgeschäft, wie man es leider selten findet. Ein super Angebot an Fisch in allen Variationen. Wir kaufen dort unser heutiges Abendbrot - uns sind mehr als zufrieden.

Auch heute wieder Abendsonne zum Sundowner !

6. Tag - Do 28.05.2026 - Von Nyköbing / F. nach Stege

Nachts ist der Wind eingeschlafen und morgens schon wieder blauer Himmel. Wir genissen den Kaffee mit Morgensonne. Dann gehts erstmal zur Tanke im Stadthafen. Dort gibt es GTL zu einem ordentlichen Preis. Die Kaimauer ist zwar recht hoch, doch zwischen den Teflonplatten ist eine Lücke in der man über die Holzkonstruktiuon gut aufsteigen kann. Erstmal 112 Liter nachgebunkert. Damit müsstes es dann eigentlich bis zurück reichen. Gegen halb 11 gehts dann bei bestem Sonnenwetter und schwachem Wind in den Guldborgsund Richtung Norden. Als wir die Brücke bei Guldborg passieren, hat der Wind wieder etwas aufgefrischt. Als wir dann aus dem Sund raus sind und um die Nordspitze von Falster fahren kommt die Welle etwas seitlich, was zumindest dem Bordhund nicht gefällt. Je weiter wir in den Storström in Richtung der neu gebauten Dronning Magharete II Brücke drehen, umso ruhiger wird es mit dem Wind von achtern. Obwohl die neue Brücke noch nicht ganz fertig ist, ist der Schiffsverkehr unter der neuen und alten Brücke hindurch möglich und sobald man nahe genug ist auch eindeutig betonnt.

Nach dem Passieren der beiden Brücken über den Storeström, die Falster und Seeland miteinander verbinden, ändern wir den Kurs nach Norden um im das Fahrwasser richtung Ulvsund zu gelangen. Es gibt viele Tonnen und dennoch muß man als nicht Ortskundiger sehr aufmerksam sein. Schnell ist man bei weniger als 2 m. Lanschaftlich ist die Fahrt zwischen den Inseln in Richtung Mön aber sehr reizvoll und der Weg ist hier eindeutig das Ziel. Kurz hinter der intreressant aussehenden Brücke nach Mön zweigt dann das Fahrwasser nach Stege ab. 

Wir folgen der Empfehlung des Hafenführers und laufen in den Nordhafen ein und finden eine freie Box.  Der Liegeplatz ist nahe einer Strasse und nicht als besonders ruhig zu bezeichnen, dafür ist das Zentrum dieses kleinen sehenswerten Ortes nicht weit. Eine Runde durch das Ortszentrum loht den Spaziergang. Wer mag findet hier auch einen Bäcker, Restaurants, Cafes und weitere Geschäfte. Es gibt sogar einen richtigen Schlachter. Uns führt der Weg durch den Ort zum Sund mit der Klappbrücke und weiter zum wirklich sehr gut sortierten Super Brugsen. Hier gibt es alles vom Bäcker über frischen Fisch und Fleisch zum vollen dänischen Lebensmitelsortiment. Wir finden für heute Medister mit frischeḿ Salat.

Heute 6,0 Motorstunden und 38 sm.

7. Tag - Freitag 29.05.2026 - Von Stege / Mön nach Vordingborg

Ein weiterer Moregn mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Da wir heute nicht so viele Seemeilen vor uns haben, schlafen wir länger und von der Hunderunde bringen wir ein leckeres Franskbröd vom Inselbäcker mit. Nach leckerem Frühstück verlassen wir diesen eher unscheinbaren und nicht sehr ruhigen Hafen Richtung Seeland.

Wir folgen unserem Weg von gestern bis zur Farö-Falster Brücke. Dann gilt es kurz aufzupassen, um an der richtigen Stelle von einem Tief in das nächste zu wechseln um danach in das betonnte Fahrwasser nach Vordingborg Nordhavn abzuzweigen. Zeitweise zeigt das Echolot  1,4 m an...aber dann sind wir im Fahrasser zum Yachthafen.

Schon von weitem sieht es hier sehr grün und malerisch aus. Der Hafen mit drei langen Stegen und zwei weitern kleinen Stegen liegt geschützt in einer Bucht, die bis kurz vor das Stadtzentrum reicht.  Es gibt reichlich freie Plätze in günen Boxen. Allerdings sind hier alle Boxen für 12 m Boote ausleget und wi r müssen noch einmal zurück um unsere längeren Leinen achtern auszubringen. Zum Glück hat der kurze Regen und der Wind am Rande des abziehenden Gewitters zum Festmachen wieder nachgelassen. 

Nach dem Einlaufbier gibts Kaffee mit lecker Kuchen vom Inselbäcker von Mön. Dann kurze "Fofftein" und auf zum Spaziergang in den Ort

Direkt am Yachthafen sind zwei einladende Restaurants und dahinter die Ruine der Burg Vordingborg. Über den Aussichtspunkt und das Burgareal gelangt man direkt zum Anfang der Fußgängerzone. Heute ist hier Burg-Mittelaterspektakel und es sind Buden und Livemusik aufgebaut. Die Innenstadt ist nicht gereade ein historisches Highlight aber dafür recht belebt und verkehrsmässig sehr ruhig.  Zurück gehen wir außen um die Innenstadt herum an der schön gelegenen Backsteinkirche vorbei und außen zwischen Burgmauer und Burggraben zurück zum Hafen. Alles wirklich sehr schön grün und vor allem ruhig. 

Dem Bordhund hat's gefallen, auch weil die Sonne mal etwas hinter Wolken mit ein paar Tropfen verborgen war, Mit ca. 22 ° aber doch noch angenehm warm für Ende Mai. 

Beim Kochen in der Bordküche (heute Bolgnese) kommt immer mal die Sonne durch und macht einen tollen Blick ins Grüne- schöner Hafen hier !

Heute 2,5 Motorstunden und 16 sm

 

 

8. Tag - Samstag 30.05.2026 - Hafentag Vordingborg.

Wie vorhergesagt weht es heute sehr frisch aus NW und wir haben einen Hafentag geplant. Der Liegeplatz hier im Nordhafen ist dafür jedenfalls gut geeignet. 

Da wir ja gestern schon die Innenstadt und die Schlossruine besichtigt haben, lassen wir es heute ruhig angehen. Nach dem Frühstück etwas Technik- und Pflegezeit inklusive Putzen.  Am Ende ist nach Neustart der Plotter auch wieder eingerichtet und zeigt wieder die AIS Signale. Nur wie eigentlich erhofft nimmt er die SIM Karte mit dem C-Map Update immer noch nicht.

Nach dem Kaffee dann ein Spaziergang zum  Masnedsund und dem dortigen Yachthafen. Wir sind froh den Nordhafen gewählt zu haben. Hier im Süden sieht es eher aus wie ein gescheitertes Stadtentwicklungsprojekt.

Zum Abendbrot weht es noch immer, aber die Sonne kommt ab und zu durch und wir können die schöne Lanschaft nochmal geniessen.

9Tag - Sonntag 31.05.2026 - von Vordingborg nach Karrebaeksminde

Morgens ist der unangenehme NW-Wind weg und es weht nur ein schwacher Wind immer noch nord-westlich. Es ist grau aber trocken als wir nach dem Frühstück Vordingborg verlassen. Eimal noch die Ausfahrt und der Weg mit dem wenigen Wasser in eine  der tieferen Sunde. Wir biegen nach dem Ende der Fahrwassers von Hafen Richtung Norden in den Masnedsund ein. Dank wenig Durchfahrtshöhe können wir dann den Sund vorbei am Südhafen und unter der 4,0 m hohen Masnedsund-Brücke passieren. Danach folgen wir dem betonnten Fahrwasser für die Berufsschiffahrt bis wir auf Höhe Knudskovgaard der Landzunge bis zur Untiefentonne draussen vor der Spitze von Knudshöved folgen. Es steht noch ein wenig von der Welle von gestern und als wir dann die Untiefentonne passieren, haben wir diese Welle unabgenehm von der Seite. Ca, 5.5 sm durchhalten, dann sind wir vor der Moleneinfahrt von Karrebaeksminde. Wir versuchen es zuerst im ersten Hafen links dem Yachthafen Söfronten. Hier wird die Box nach Breite berechnet. Wir versuchen eine mit der Angabe 3,06 m Breite. Wir stecken dann trotz 3,05 m Breite fest. Also zurück, wo noch zwei etwas breitere Boxn frei sind. Hier liegen wir auch noch in der Preisklasse 220 DKK und in der Nähe des Kontors und des Waschhauses. 

Nach dem Einlaufbier erkunden wir diesen kleinen Ort und sind sehr begeistert. Links und rechts des Sundes liegen alte Fischerhäser in denen heute Restaurants, Geschäfte und ein Bäcker sind. Alles sehr hübsch anzusehen und belebt aber nicht überfüllt. Wir bekommen hier beim Bäcker und Cafe am Sund auch endlich mal ein Softeis, welches wir mir Blick auf das Treiben am Sund geniessen. Zur vollen Stunde und bei Bedarf öffnet die sehenswerte Klappbrücke, die einem Grashüpfer nachempfunden ist. 

Für die Versorgung gibt es eine GTL-Tankstelle im Hafen Söfronten und ein Spar-Supermarkt im 200 m Entfernung vom Hafen. Alles in allem ein sehr netter Hafen und ein lohnenwertes Ziel.

Heute 3,6 Motorstunden und 21 sm.

10. Tag - Montag 01.06.2026 - Von Karrebaeksminde nach Lundeborg

Da die Windvorhersage für Dienstag ab Mittags recht frischen Wind für den Großen Belt und auch noch aus ungünstiger Richtung aus Süd angibt,, beschließen wir den Anlauf in Omö zu streichen und den ruhigen Tag zu nutzen den Grossen Belt zu queren.

Bevor es losgeht verholen wir kurz zur wenige Meter entfernten Tankstelle, wo wir ohne großen Aufwand nochmal knapp 70 l GTL nachtanken können. Und das auch noch zu einem angemessenen Preis. Dann geht es raus und hinter der Mole sind wir direkt wierder im offenen Smaalandsfahrwasser. Es ist grau und doch irgendwie windiger als angesagt. Wir stmpfen etwas gegen die Wellen Richtung Westen bis es kurz  vor Korsör und den Inseln Agersö und Omö ruhiger wird. Auch die Sonne kommt nun immer häufiger durch. Wir laufen seitlich aus Osten in das betonnte Fahrwasser des Omö-Sunds ein. An der letzten Tonnen an STB ändern wir dann den Kurs direkt auf die Norspitze Langelands, die von hier vor dem Land der Insel Fünen noch gar nicht richtig auszumachen ist.. Die Querung des grußen Belts inklusive der Fahrrinne für die Großschiffahrt dauert eine gute Stiunde. Der Wind frischt wieder auf und die Wellen aus Süd werden spürbar. Wir können aber ohne Probleme auf direktem Kurs die Nordspitze Langelands umrunden und zunächst mit südlichem Kurs an Lohals vorbei laufen. Dann Kurs auf die Stb-Tonne der Rinne Smöstakke Löb durch die vorgelagerte Sandbank. Der Wind hat nun satte 4 Winsstärken und die Fahrt durch die Rinne und weiter auf die Hafeneinfahrt von Lundeborg wird nochmal ungemütlich. 

Es steht ein Swell von gut 60 cm in der ziemlich schmalen Hafeneinfahrt. Also Richtung festlegen und mit gut Fahrt im Boot durch.  Dann Gas weg und sofort reindrehen - geht am Ende einfacher als es aussah.  Dank der Steinmole um den gesamten Hafen ist es innen sehr ruhig und auch etwas windgeschützt. Wir finden eine freie Box im neueren rund angelegten Hafenteil südlich der beiden alten Hafenbecken, wo man auch längsseits liegen kann. Wir liegen geschützt hinter der Steinmole mit Zugang zur neu angelegten Badebrücke in nur 25 m von unserem Liegeplatz. Inzwischen scheint die Sonne und der Wind hat etwas nachgelassen. Daher lockt die blaue Ostsee direkt zum Anbaden bei etwas über 19 °C.

Den sonnigen Abend , die Ruhe und die schöne Aussicht geniessen wir an Bord.

Heute  5,0 Motorstunden und 32 sm

 

11.Tag - Dienstag 02.06.2026 - Hafentag Lundeborg

Morgens ist es sonnig und warm und der Tag wird ein echter Sommertag im Frühling. Nach dem Frühstück erkunden wir den kleinen ruhigen Ort. Lundeborg besteht im wesentlichen aus einer Strasse parallel zum Strand und einer runter zum alten Hafen mit dem gut erhaltenen historischen Packhaus. Vom Hafen bis zur Kreuzung mit der zweiten Stasse befinden sich auch die meisten der hübschen alten Häuser, direkt an der Kreuzung, sozusagen im Zentrum, der Købmand ein netter kleiner Laden, der von der Ortsgemeinschaft betrieben wird und sehr gut sortiert ist. Morgens mit frischem Brot, Brötchen und Kuchen von einer lokalen Bäckerei.

Ein paar weitere nette Häuser und Grundstücke findet man, wenn man der Strasse parallel zum Strand nach Norden folgt. Den sehr schön gelegenen Campingplatz Lundeborg Strand Camping gibt es nicht mehr. Hier wird demnächst alles zugunsten eines Badehotels abgerissen.

Zururück an Bord nutze ich das Wetter und das super klare Wasser zu einem Tauchgang um zu gucken, warum das Echolot immer wieder aussetzt. Nach dem Bürsten hat es erstmal wieder angezeigt.

Nach kleiner Mittagsstunde dann frischen Kuchen vom Købmand und später noch ein Bad in der Ostsee bei heute schon 20 °. Heute dann noch nordisches Abendbrot mit neuen dänischen Kartoffeln mit Sahnehering und Dorschrogen. Wie angesagt, pfeifft der Wind frisch mit 4-5 Bft aus Nordost. Wir lassen den langen Abend mit etwas Sonne in der Plicht ausklingen.

 

12. Tag - Mittwoch 03.06.2026 - Von Lundeborg nach Mommark / Als

Wie vorhergesagt ist der Wind abgeflaut und dafür hat es zu regnen begonnen. Der Plan war heute erstmal bis nach Söby auf Aerö zu fahren und dann dort die Wetterentwicklung für die nächste Etappe über den Kleinen Belt abzuwarten.  Söby hat uns bei unserem letzten Besuch vor fast 3 Jahren auch gut gefallen.

Als wir gegen 10:00 Lundeborg verlassen, regnet es zum Glück nur noch leicht und wir haben klare Sicht. Wir folgen der Westküste Fünens bis wir nach ca. 1 h in den Svendborg Sund einlaufen. Es ist leider immernoch grau aber die Fahrt durch den Sund und vorbei an Svendborg ist immer wieder sehr schön. Wir verlassen den Svendborg Sund Richtung Westen erstmal entlang der Südküste von Fünen.  Der Wind bläst jetzt etwas frischer aus SSW aber durch die vorgelagerten kleinen Inseln der dänischen Südsee gibt es keine grosse Welle.  Wir drehen dann  nach Süden und laufen zwischen den Inseln Drejö und Avernakö direkt auf Söby zu. Nachdem die letzten Schauerwolken abgezogen sind kommt die Sonne durch und der Wind lässt wieder nach.

An einem sonnigen freundlichen Nachmittag erreichen wir die Hafeneinfahrt von Söby, die deutlich anders als in der Karte aussieht . Mit schwerem Gerät werden Teile der Außenmole vor dem Yachthafen abgetragen. Wir müssen uns erstmal orientieren, wo nun genau die Einfahrt ist, die mit provisorischen Tonnen markiert ist. Die Werft auf der anderen Seite des Hafens arbeitet noch und es sind Strahlarbeiten zu hören. Vor dem Yachthafen sind mehrere Bagger, ein schwerer Dumper und eine Arbeitsplattform ebenfalls mit Bagger gleichzeitig am arbeiten und bewegen tonnenschwere Steine. Als wir in einer Boox weiter innen festgemacht haben und den Hund bewegen, fahren im Hafenglände noch weitere Radlader und Traktoren. Der ganze Hafen ist ein einziges Getöse - nicht wirklich was wir erfofft hatten und erst rech nicht was wir für mehrere Übernachtungen brauchen. Bis hier waren es heute 29 sm und es ist 15:00 und das Wetter ist gut.

Wir entschgeiden uns kurzerhand zur Weiterfahrt. Ein schneller Einkauf beim Brugsen, der hier direkt am Hafen liegt und schon sind wir wieder bereit zum Auslaufen. Nach Mommark auf Als sind es 9 sm. Bis zur Nordspitze lassen wir den Diesel atmen und sind mit 13 kn fix am Leuchtturm. Von hier direkter Kurs auf Mommark. Von weitem ist der kleine Hafen nicht auszumachen, so dass es noch einen Kurs aus der Karte braucht. Die Sonnen hält durch und der Wind hat maximal 3 Bft also fast ideale Bedingungen um den Belt zu queren. Hier kann es auch leicht anders zugehen. Nur eine knappe Stunde nach Umrundung der Nordsiptze Aerös laufen wir in den kleinen ehemaligen Fährhafen Mommark ein. Es ist nicht sehr viel Betrieb und wir finden einen freien Platz an einem der drei Pontons mit Fingerstegen.  Dieser kleine Hafen wurde nach dem Ende des Fährbetriebs von einem Privatmann aus dem Dornröschenschlaf geholt. Es ist klein, die alten Molen des Fährbetriebs verfallen  aber der Rest ist wirklich sehr kommodig und der Chef ist persönlich vor Ort, ansprechbar und wirklich nett. Wir buchen erstmal für 2 Nächte.

Heute 6,0 Motorstunden und 38 sm.

13.Tag - Donnerstag 03.06.2026 - 1. Hafentag Mommark

Morgens hören wir Wind und Regen und schlafen erstmal aus. Zum Frühstück ist es schon wieder trocken und trotz dicker Wolken angenehm warm. Dann ein Spaziergang über das Gelände inklusive traumhaft gelegenem Campingplatz. Brötchenbestellung ist leider nur Sonnabends möglich da der Bäcker hier an den anderen Tagen nicht extra vorbei kommt. Dafür einen Tisch zum Abendessen im Restaurant mit totalem Meerblick gebucht. Der Weg führt uns dann weiter am schönen Strand und der angrenzenden kleinen Steilküste entlang weiter bis zum Treppenaufgang in das Ferienhausgebiet von Mommark. Auf dem Rückweg zum Hafen am Eingang zum alten Dorf dann der erhoffte Verkaufsstand mit weit sichtbarer Erdbeerflagge, Zwei Schalen frischer  Ernte tragen wir an Bord und geniessen sie zum Kaffee klassisch mit Sahne und Yoghurt. Ein weiterer Pflichtpunkt des Urlaubs erledigt. 

Zwischendurch gibt es ein Gewitter und ein, zwei größere Schauer und wir genissen die herrliche Ruhe hier im Hafen. Abends haben wir einen Tisch mit 100% Meerblick und speisen hervorragend im Seaside Restaurant, was ebenfalls von Chef des Hafens betrieben wird, Auf jeden Fall zu empfehlen !

 

14. Tag - Freitag 04.06.2026 - Hafentag 2 Mommark

Als wir aufstehen ist der meiste Regen durch. Wir holen auf der Hunderunde das Weißbrot, was wir gestern Abend noch beim Chef persönlich bestellen konnten. Heute Wolken und mehr Sonne als Regentropfen. Ein durchaus schöner Tag um ihn hier mit Meerblick zu verbringen. Mittags kurz zum Strand direkt an der Marina mit Bad in der Ostsee und Nachmittags ein Softeis zum Kaffee. Ein Tag zum Entspannen wie geplant.  Ab mittags waren wir die einzigen Gäste im Hafen. Herrliche Ruhe. Ab 16:00 trudeln neue Gäste ein aber jeder findet schnell seinen Platz und es bleibt weiterhin sehr entspannt.

Wie vorhergesagt lässt dann auch abends de Wind nach und wir geniessen einen weiteren ganz langen Abend mit viel Abendrot.

15. Tag - Samstag 06.06.2026 - Von Mommark nach Langballigau

Wie angesagt ist es morgens schwach windig mit etwas Wolken und Sonne. Gegen 10:30 verlassen wir Mommark. Wir hatten eigentlich Gelting Mole als Ziel, aber Bekannte waren in der Gegend und am selben Tag von Sonderburg nach Langballigau unterwegs, sodass wir uns entscheiden die Beiden zu treffen.

Die Südspitze von Als und die Einfahrt in die Flensburger Förde vorbei am mittlerweile erloschenen Leuchtturm Kalkgrund passieren wir bei schwachem Wind aus SO. Als wir die weite Öffnung der Geltinger Bucht passieren frischt der Wind auf, aber wir sind schon soweit in der Förde, dass es keine nennenswerte Welle gibt. Ab Kalkgrund halten wir schon direkt auf Langballigau zu. Als wir den kleinen Hafen um kurz vor 14:00 Uhr erreichen, sind noch einige Gästeplätze frei. Wir finden wie erhofft eine Box an der Außenmole. Nach weiteren 2 Stunden sind soweit ersichtlich alle freien Plätze vergeben. 

Nachmittags Kaffee auf dem Achterdeck unserer Bekannten mit Hafenkino an der Hafeneinfahrt. Dann noch einen Spaziergang und abends mal 'Mantaplatte' vom Imbiss. Das Abholen klappt gerade noch bevor das Gewitter losgeht.

Heute 3,1 Motorstunden und 21 sm 

 

 

16. Tag - Sonntag 07.06.2026 - Von Langballigau nach Flensburg.

Wir haben verabredet, unsere Bekannten mit nach Flensburg zu nehmen, damit sie nicht den Bus nehmen müssen. Kurz vor Abfahrt erstmal ein ordentlicher Schauer. Unterwegs auf der Innenförde wird dann  der Wind recht frisch und obwohl es nicht regnet, geht ohne Scheibenwischer erstmal nichts. Ab Mürwik werden die Wellen weniger, dafür setzt Regen ein. Kurz vor der Hafenspitze am Hafen des Betreibers Im Jaich lassen wir unsere Passagiere am Kopf eines Steges im der Nähe der Innenstadt an Land. Wir laufen zurück zum Hafen Galwik. Es regnet und der Wind drückt quer zu den Boxen. Wir finden eine grüne Box und mit etwas Vorhalten drehen wir in die Box. Es regnet nun in Strömen. Nachdem wir mit Hilfe  von Land schnell fest sind, müssen wir erst das Boot in der Plicht dann uns trockenlegen. Heute dann also der erste Tag mit echt fiesem Wetter.

Als der Regen vorbei ist, schnell die Liegegebühr gezahlt und gegenüber des Hafens Kuchen zum Kaffee gekauft.

Nachmittags ist es dann trocken und wir schaffen einen ausgedehnten Spaziergang durch Flensburg ohne Regen.

Heute 2,4 Motorstunden und 14 sm.

17. Tag - Montag 08.06.2026 - Von Flensburg nach Gråsten

Wir schlafen heute richtig lange...Dann Brötchen holen und nach dem Frühstück nochmal etwas Proviant einkaufen. 

Um 13:00 legen wir dann ab zur letzten Etappe unseres diesjährigen Sommertörns. Bei grauem Himmel, schwachem Wind aus SO und angenehm warmen Temperaturen verlassen wir Flensburg. Auf der Förde ist am Montag Mittag wenig los. In Toft gehen wir noch an der Tankstelle längsseits, bevor wir nach einem Monat Reparatur und Törn wieder in unserem Heimathafen Marina Fiskenæs einlaufen.

Heute 1,6 Motorstunden und 10 sm.

Damit ist unser Sommertörn ins Smålandsfahrwasser zusende. Wir haben 9 dänische Inseln und 11 Häfen angelaufen. Das Wetter hat es die allermeiste Zeit sehr gut mit uns gemeint und die wenigen Tage mit starkem Wind haben wir in den Törn einbauen können, ohne unseren Plan stark verändern zu müssen.  Viele neue Eindrücke, 275 sm, 47 Motorstunden und 282 Liter GTL. Und zum Glück gab's keine Probleme bei Crew und Technik. Das Smålandsfahrwasser ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nach dem Törn ist vor dem nächsten, der für eine Woche dann Anfang September ansteht.


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