Kleiner Belt Fünen - September 2025

Veröffentlicht am 6. September 2025 um 21:56

Freitag 05.09.2025 - Von Gråsten nach Årø

Wir werden morgens von Regen geweckt. Waschhaus und Hunderunde im Regen dann wird es trocken. Als wir um 10:25 auslaufen lockert es langsam auf und der Wind weht schwach aus SW.

Nach gut 2 Stunden ist auch der letzte Schauer über die Ostsee abgezogen und bei freundlichem Wetter und Sonne erreichen wir Sonderburg und passieren die Klappbrücke. Es ist ja erst Freitag und daher sehr ruhig auf dem Als Fjord. Hier merkt man dann auch noch nicht, dass der Wind inzwischen zugelegt hat. Wir passieren nach gut 3,5 Stunden die Einfahrt Richtung Dyvig und steuern nördlichen Kurs vorbei am Åbenraa Fjord Richtung Årø. Hier in der weiten Bucht und bei jetzt guten 4 Windstärken gibt es merklichen Seegang und die Crew wird still. Als wir bei Halk unter Land kommen wird es schnell ruhig und wir laufen um das Kap in Richtung Årø Sund. Nach einer weiteren halben Stunde biegen wir vom Fahrwasser im Sund unter 100° ab in Richtung Hafeneinfahrt Årø.

Unser Plan, hier schon am Freitag anzukommen, scheint aufzugehen. In der inneren Reihe des kleinen Hafens finden wir eine freie Box. Auch auf der gegenüberliegenden Seite des Schwimmsteges gibt es noch viele freie Boxen. Nach der Hunderunde am Automaten die Hafengebühr bezahlen und dann das Einlaufbier bei bestem Sonnenschein genießen. Aus der Bordküche gibt es Pasta mit Pesto und Shrimps. 

Heute 40 sm ist und 6,2 Motorstunden

 

Sonnabend 06.09.2025 - Hafentag Årø

Nachts ist es herrlich ruhig. Der Wind ist weg und das Wasser ist spiegelglatt. Nach dem Frühstück legen wir los die Insel zu erkunden. Der Ort Årø By liegt nur wenige 100 m vom Hafen entfernt. Wir kommen an der Inselbrauerei vorbei, gehen aber erstmal quer über die Insel weiter zum Campingplatz. Im kleinen Laden hatten wir gehofft Eier zu bekommen. Das Sortiment war aber jetzt am Ende der Saison nicht mehr sehr üppig. Dann laufen wir die Straße, auf der uns kein Auto passiert hat, weiter Richtung Südstrand und dann vorbei an Weinplantagen und dem Insel Weingut zurück ins Dorf. An der Inselbrauerei ist heute am Sonnabend und bei bestem Wetter schon einiges los. Wir bevorraten uns mit Bier von der Insel und laufen zurück zum Hafen. Da waren es dann doch 7,8 km geworden. 

Zentraler Punkt am Hafen ist der Grill-Imbiss Aarøs-Perle typisch dänischer Art. Hier ist um die Mittagszeit auch richtig Betrieb. Wir bleiben für ein Fransk Hot Dog und ein Risted Hot Dog - das gehört hier einfach dazu.

Nach einer Mittagspause, die durch eine lärmende Schulklasse beendet wird, gibt es Kaffee und dann nochmal einen Spaziergang zum Südstrand vorbei an dem alten und sehr fotogenen Leuchtturm. Es ist ein herrlicher sonniger Spätsommer Nachmittag und ein Bad im Sund rundet den Spaziergang ab. Als wir zurück kommen hat sich der Hafen schon gut gefüllt. Ein paar wenige Plätze sind aber noch frei. Bei Aarøs-Perle tobt das Leben und wir genießen den sonnigen Abend bei einem Årø Brygg an Bord. Nach dem Essen dann Blog Schreiben, Bilder und Wetter für morgen sichten.

Sonntag 07.09.2025 - Von Årø nach Assens

Abends wurde es dann im Hafen ruhig und die Nacht war sehr friedlich ohne Wolken und ohne Wind. Gegen 8 wird es unruhig und schon ab 09:00 laufen die ersten Wochendlieger wieder aus. Die meisten Richtung Haderslev. 

Wir genießen noch in Ruhe unser Frühstück. Der Wind hatte schon gestern auf SO gedreht und jetzt frischt er merklich auf bis auf 4 Bft. Gegen halb 11 laufen wir aus und entscheiden uns südlich aus dem Sund zu laufen und dann bei der südlich Årø betonnten Untiefe mit 62 ° direkt auf Assens zuzuhalten. Allerdings hat sich hier bei dem Wind und der grossen Wasserfläche eine ordentliche Welle aufgebaut. Die Wellen sind zum Glück etwas länger als z.B. bei Kalkgrund aber der direkte Kurs scheidet aus, weil die Welle zu gross ist, um sie seitlich zu haben. Also erstmal mit Kurs 80° auf die Küste von Fünen zuhalten. Kritik der  Crew wird laut. 1,5 Meilen vor der Küste ist es dann ruhiger und wir laufen nach Norden an Assens vorbei und drehen dann um von Norden in den Hafen einzulaufen. Der Hafen bietet reichlich Platz und wir finden leicht eine passende Box an Steg C. 

Hafengebühr am Automaten bezahlt. Die Sanitäranlagen sind klein aber gut in Schuss. Direkt neben dem Hafenbüro gibt es ein Restaurant mit Meeblick. Gleich dahinter ein grosser breiter Strand mit Badebrücke und super Aussicht auf den kleinen Belt. Von der Marina aus ist der Hafen nicht unbedingt malerisch. Das Panorama wird beherrscht von Gewerbe und der Werft.

Wir bekommen Besuch aus Brenderup deshalb fällt die Runde in die Stadt heute aus. Aber ein Bad im kleinen Belt von der Badebrücke ist noch drin. Danach genießen wir die Abendsonne und unser Abendbrot. Als es dunkel ist haben wir noch das Glück bei wolkenlosem Himmel eine totale Mondfinsternis zu erleben.

Heute 11 sm und 1,8 Motorstunden.

Montag 08.09.2025 - Hafentag Assens

Nach wolkenloser Nacht scheint morgens die Sonne von blauem Himmel. Wir verbinden die morgendliche Hunderunde mit dem 10 Minuten Fußweg zum Supermarkt und holen ein leckeres dänisches Weißbrot zum Frühstück, was jedem Brötchen vorzuziehen ist...

Dann ein ausgiebiger Spaziergang durch die Altstadt von Assens, etwa 15 zu Fuss von der Marina. Im wesentlichen beschränkt es sich auf die Østergade, die Hauptgeschäftsstrasse aber der eine oder andere Abstecher in wunderbar restaurierte Innenhöfe und Seitenstraßen mit schön restaurierten alten Häusern ist sehr zu empfehlen. Das Stadtzentrum bietet ansonsten alles was man braucht, vom traditionellen Bäcker, Supermarkt, Bank und verschiedenen Restaurants und Bars. Es fehlt natürlich auch nicht der in Dänemark obligatorische Hafenimbis. Der in Assens hat sogar eine tolle Terrasse direkt am Hafen mit schönem maritmen Blick über der Hafen und raus auf den kleinen Belt. Hier dann noch das Risted Hot Dog zum Mittag und dann zum kühlen Bier zurück an Bord.

Nachmittags machen wir noch einen kleinen Spaziergang zur Hafeneinfahrt und am Strand zurück. Beim Ruderclub gibt es neben der Badebrücke eine kleine Badestelle mit schönem Sand und perfektem Bedingungen für ein  Bad in der Ostsee.

Als wir unser Abendbrot an Bord zubereiten lässt auch der Wind nach. Ein ruhiger Spätsommerabend mit angenehmen Temperaturen um 20°.

Dienstag 09.09.2025 - Von Assens nach Faldsled

Morgens ist der Himmel wieder strahlend blau und der jetzt schwache Wind ist schon um 08:00 angenehm warm. Nach dem Frühstück starten wir noch deutlich vor 10:00 Richtung Halbinsel Helnæs und weiter in die Bucht bis zum kleinen Hafen Faldsled. Unterwegs bleibt der Wind schwach und es ist nur noch etwas Welle von gestern übrig. Als wir in das betonnte Fahrwasser nach Faldsled einlaufen ist der Wind fast weg und es wird richtig warm. Die südliche Zufahrt nach Faldsled zwischen der Halbinsel Horne und der Insel Ilum im Norden ist gut betonnt und überall mehr als 2,5 m tief.

Im kleinen Hafen Faldsled gibt es gleich hinter der Hafeneinfahrt im grossen Becken zwischen Aussenmole und inneren Stegen reichlich Platz zum Manövrieren und genügend freie Boxen an festenStegen. Wir liegen mit dem Heck zur Bucht und genießen die herrliche Aussicht über die Bucht und die Inseln Illum und Vigø.

Im Hafen sind alle Einrichtungen klein und einfach. Der Kiosk mit schöner Wiese und Aussicht hat ab September leider nur noch von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Der Ort selbst hat keinerlei Einrichtungen bis auf einen 5 Sterne Kro. Der Kro und ein paar weitere schöne Fachwerkhäuser sind sehenswert aber nach wenigen Schritten erkundet. Die Ruhe und die Aussicht vom Yachthafen  sind aber durchaus einen Besuch wert. Das Wetter meint es auch heute Nachmittag noch so gut dass ein Bad von der Badeplattform zusammen mit einem kühlen Bier ein perfektes Programm bildet.

Heute 18 sm und 3,0 Motorstunden

Mittwoch 10.09.2025 - Von Faldsled nach Äabenraa

Morgens ist es grau aber warm und nur schwach windig. Beim Auslaufen setzt dann Regen ein.  Als wir südlich der Halbinsel Helnæs auf den Kleinen Belt fahren weht der Wind schwach aus SSO. Die Sicht ist schlecht und erstmal ist fahren nach Kompass angesagt. Der Autopilot ist dabei schon echt angenehm. Nördlich Als sind Wind und Wellen dann fast ganz weg. Die Sicht ist immer noch schlecht und es gibt einen neuen Kurs ins Grau Richtung Äabenraa.

Die Einfahrt zu beiden Yachthäfen ABC und ASC liegt direkt südlich des Gewerbehafens. Wir suchen uns eine freie Box beim ASC einem Frihavn wie auch unser Heimat Club in Fiskenæs.

Nachmittags dann ein Spaziergang in die Stadt. Der Gewerbehafens ist nicht sehr sehenswert. Am nördlichen Ende des Yachthafens biegt man in die Altstadt ab. Das Wetter klart auf und der Weg durch die Altstadt und Einkaufsstraße ist sehr nett mit vielen schönen alten Häusern und netten Plätzen. Zum Schluss noch ein paar Einkäufe für den Proviantvorrat und dann zurück an Bord.

Abends gibt es die dänische Spezialität Stjerneskud. Wir hatten zwar reserviert dütfen dann aber den Hund nicht mit reinnehmen. Für die Terrasse ist es zu ungemütlich und wir bekommen die zwei Portionen auf Tellern angerichtet zum Mitnehmen. 

Heute 26,7 sm und 4,3 Motorstunden

 

Donnerstag 11.09.2025 - Von Aabenraa nach Dyvig

Die Nacht war ruhig. Auch die Nähe der Hauptstrasse war kein Problem. Nur 600 m vom Hafen gibt es einen grossen Bäcker, wo wir auf der Hunderunde leckeres dänisches Weißbrot zum Frühstück etwas Kuchen zum Kaffee holen. 

Gegen 10:30 heißt es Abfahrt Aabenraa in Richtung Dyvig. Es ist sonnig mit frischem Wind aus SW. Immerhin ist heute die Sicht besser und wir können die wirklich schöne Landschaft entlang der Förde genießen. Hügel, Wälder und Felder, ab und zu ein nettes Gutshaus auf einem Hügel mit Wasserblick.

Mittags nimmt der Wind weiter zu auf 4-5 Bft aber bei SW bieten die Fjorde guten Schutz so dass sich keine unangenehme Welle aufbaut. Vom südlichen Ende des Aabenraa Fjords kreuzen wir den Als Fjord im Norden mit Richtung Stegsvig und dann weiter durch das schmale betonnte Fahrwasser in die Dyvig. Vom Wind ist hier nichts mehr zu merken. Wir sind schon um kurz nach Mittag da und finden auf der Südseite der kleinen malerischen Bucht bei der Dyvig Bådelaug einen freien Platz an Steg 5 mit freiem Blick nach achtern in die Bucht. Dyvig ist immer wieder nett !

Nachmittags erkunden wir die Gegend bei Sonnenschein und warmen Temperaturen. Wir laufen einen schönen Weg entlang des Oldenoor. Auf dem Rückweg gibt's noch einen handgemachten Apfelwein vom Strassenverkauf in der Nähe des Hafens - garantiert Bio !

Abends kochen und Essen mit Sonne und Aussicht auf die Dyvig.

Heute 11 sm und 1,7 Motorstunden

 

Freitag 12.09.2025 - Hafentag Dyvig

Da für heute starker Wind angesagt war, ist heute Hafentag angesagt. Nach dem Ausschlafen scheint die Sonne und vom Wind ist hier fast nichts zu merken. 

Mittags gibt's noch einen Spaziergang durch Felder und Hügel nach Mjelsvig. Hier gibt es nahe des Ortes Mjels einen kleinen malerisch und ruhig gelegenen Yachthafen.

Leider kippt das Wetter und wir müssen uns unterstellen und eine Regenpause für den Rückmarsch abpassen.

Als die Sonne nochmal rauskommt noch ein Bad von der Badebrücke in Dyvig und den Tag mit Aussicht ausklingen lassen.

Sonnabend 13.09.2025 - Von Dyvig nach Gråsten

Für heute ist weniger Wind als gestern angesagt. Wir beschließen unterwegs zu frühstücken und verlassen nach einem ersten Kaffee Dyvig zur letzten Etappe unseres Urlaubs. 

Als wir aus der geschützten Bucht in den nördlichen Teil des Als Fjords Einlaufen weht es schon Recht ordentlich aus Süd. Wegen des Landes an allen Seiten baut sich hier aber keine größere Welle auf. Das war auch der Plan weshalb wir anstelle von Faaborg und Mommark jetzt Aabenraa und Dyvig in die Route genommen haben.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir den Hafen von Sønderborg. Schon an der Hafeneinfahrt ist deutlich zu merken dass draussen in der Bucht doch etwas Seegang herrscht. Die Böen sind zwar etwas weniger aber es weht immer noch mit 4-5 Bft und dann aus SSO anstatt wie angesagt aus S. Für uns heißt das etwa 45 min etwas unruhige Fahrt mit Scheibenwischer im Dauerbetrieb bis es ab Kragesand, der südöstlichen Spitze der Halbinsel Broager deutlich ruhiger wird.

Um 13:00 erreichen wir die Tankstelle in Toft wo wir bei reichlich Wind festmachen um mit GTL vollzutanken. Wir haben nur 120 Liter entsprechend 5,7 Liter pro Stunde.

Um 13:30 bei sehr odentlichem Wind von der Seite laufen wir dann wieder in unsere Box in Fiskenæs ein. Mit Vorlalten, Motorunterstützung und Hilfe von Land klappt auch dieses letzte Manöver unsers Törns in den kleinen Belt.

Heute 25,5 sm und 4,4 Motorstunden

Törn gesamt 133 sm und 21,3 Motorstunden 


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